Events und Ausstellungen zu Architektur und Stadtentwicklung in Berlin

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Fotoausstellung: City Textures – Istanbul.Berlin.Rome @ Architektenkammer Berlin
Jun 28 um 09:00 – 17:00

In welchen Farben, Materialien und Strukturen äußert sich das Gemeinsame und das Spezifische dieser Metropolen? Worin offenbart sich Fremdes und Vertrautes und gibt es eine miteinander vergleichbare urbane Anatomie, die sich an den Oberflächen und Strukturen ablesen lässt? Dem sind Studierende des Fachbereichs Fotografie und Video der Fakultät für Kommunikation sowie der Fakultät für Architektur der Bahçesehir Universität Istanbul (BAU) gemeinsam nachgegangen. Während ihrer Studienaufenthalte in Rom und an der BAU International in Berlin entwickelten sie in mehreren Workshops Kriterien für die fotografische Untersuchung städtischer Phänomene. In einem Zeitraum von eineinhalb Jahren entstanden während mehrerer Exkursionen durch Istanbul, Berlin und Rom über 8.000 Aufnahmen.

Unter der Kuration von Jochen Proehl, der das Projekt entwickelte und leitet, wird die Ausstellung über 20 Arbeiten als Fine Art Prints sowie mehrere umfangreiche Bildserien als Slide Shows auf acht Monitoren synchron präsentieren.

Building in the Metropolis MX @ Aedes Am Pfefferberg
Jun 28 um 11:00 – 18:30

Die Ausstellung präsentiert Arbeiten des Studios Gaeta-Springall Architekten aus Mexiko. Gezeigt werden Projekte von gesellschaftspolitischer Relevanz, wie das „Mahnmal für die Opfer von Gewalt in Mexiko“. In Modellen und Fotos werden weitere Projekte unterschiedlicher Maßstäblichkeit, z. B. das Wohnhaus „4HousesLCC“ oder die Hochhäuser „Siroco und Mistral Towers“ in Mexico City, vorgestellt. In ihren stadträumlichen Arbeiten aus dem Bezirk Iztapalapa und dem Merced Market widmen sie sich dem Raum als Gesamtheit und veranschaulichen ihre grundsätzliche Herangehensweise, durch Transparenz die Architektur in die Stadtlandschaft zu integrieren und damit „in der Stadt und für die Stadt“ zu bauen. Zu der Ausstellung erscheint ein Katalog.

Constructing Culture: West Kowloon Cultural District, Hong Kong @ Aedes am Pfefferberg
Jun 28 um 11:00 – 18:30

Mit Hongkongs West Kowloon Cultural District entsteht eines der größten und ambitioniertesten Kulturprojekte weltweit. Das dynamische Kulturviertel wird zur Zeit auf einem 40 ha großen aufgeschütteten Areal, direkt am berühmten Victoria-Hafen, gebaut. Mit der Entwicklung des Quartiers nimmt die Regierung der Sonderverwaltungszone Hongkong eine strategische Investition vor, mit der sie die Hongkonger Kunst- und Kulturszene – ein zentrales Element des ökonomischen und sozialen Gefüges der Weltstadt – langfristig fördern möchte. Der West Kowloon Cultural District soll zu einem Ort werden, wo Künstlerinnen und Künstler der Stadt interagieren, sich weiterentwickeln und zusammenarbeiten können und nicht zuletzt als Spielstätte für Aufführungen und Produktionen von international erstklassigem Niveau ausgebaut werden.

Weitere wichtige Bestandteile des neuen Stadtquartiers werden eine Vielzahl von Theatern, Aufführungsräumen, Museen und Galerien, aber auch Restaurants, Läden, Büros und Hotels sein. Mit einer öffentlichen Freifläche von insgesamt 23 ha, die den 11 ha großen Art Park, eine zwei Kilometer lange Hafenpromenade und zahlreiche Plätze und Terrassen einschließt, wird das Areal zudem ein offener und frei zugänglicher Naherholungsraum sowohl für die Stadtbewohner Hongkongs als auch für Besucher aus aller Welt sein.

Die Ausstellung gibt einen Einblick in den noch in Entstehung begriffenen ‘West Kowloon Cultural District’, der sowohl der Pflege der lokalen Tradition, der zeitgenössischen Kunst und der Innovation gewidmet ist, als regionales Ausflugsziel und zentraler Touristenmagnet dienen, sowie die künstlerische Kreativität der Menschen fördern soll und zudem die Einzigartigkeit und Identität Hongkongs innerhalb Chinas mit diesem neuen Stadtquartier reflektiert.

Das Areal wird in mehreren Bauetappen entwickelt. Mit Projekten weltweit führender Architekten wie Herzog & de Meuron, Bing Thom Architects und UNStudio werden im ‘West Kowloon Cultural District’ mehrere architektonische Leuchtturmprojekte realsisert, die innerhalb des klar definierten Kulturquartiers stehen werden. Die erste Hauptattraktion wird das ‘Xiqu Centre’ sein, das der traditionellen Kunstform der chinesischen Oper gewidmet ist und 2018 den Bühnenbetrieb aufnehmen wird. Das Museum für visuelle Kultur ‘M+’ soll 2019 eröffnen. Weitere Veranstaltungsorte werden folgen.

Die motorisierte Verkehrsführung des Stadtteiles wird unterirdisch verlaufen, während das Straßenniveau zum Laufen und Radfahren einlädt. Bereits schon während des Planungs- und Bauprozesses fungiert das Areal als wichtiger Hotspot für Hongkongs Kulturszene. Im Laufe der letzten fünf Jahre wurden auf dem Baufeld und umliegenden Orten verschiedenste künstlerische Veranstaltungen angeboten. Das abwechslungsreiche Programm beinhaltete eine Vielzahl unterschiedlicher M+-Ausstellungen zu Themen wie Architektur, Design, zeitgenössischer chinesischer Kunst, Filmkunst, Hongkongs Leuchtreklamen, Performance, riesigen aufblasbaren Skulpturen und Hongkonger Popkultur; ein Bühnenprogramm mit regelmäßig stattfindenden Aufführungen chinesischer Oper (Xiqu) und Open-Air-Festivals mit Musik, Zirkusdarstellungen, Lyrik, Tanz und Kunsthandwerk; ein umfassendes Vortrags- und Seminarprogramm; Projekte zur künstlerischen Entwicklung und Ausbildung; und zahlreiche Veranstaltungen für Hongkongs Schulen. Durch dieses Programm konnte ein wertvolles Testfeld für die Umgebung gewonnen werden, das nicht nur die Grundlage der komplexen Prozesse im Aufbau eines so großen, neu zu entwickelnden Stadtteils bildete, sondern auch schon vor der Fertigstellung der Kulturbauten die ersten Zielgruppen erreichen konnte.

In der Planung für den ‘West Kowloon Cultural District’ spielt auch die Nutzung des öffentlichen Raumes eine wesentliche Rolle – ein Thema, das für ein so zentral gelegenes Kulturquartier in einer der am dichtesten besiedelten Städte der Welt von wesentlicher Bedeutung ist. Märkte unter freiem Himmel, Straßenkunst, Leihräder, Auslaufgebiete für Haustiere und öffentliche Kunstinstallationen wurden hier bereits getestet, ebenso wie die Nutzung von Handy-Apps zur Informationsvermittlung vor Ort – ein absolutes Muss in einer Stadt, in der die Verbreitungsrate von Handys bei über 200 Prozent liegt.

Houston: Genetic City @ Aedes am Pfefferberg
Jun 28 um 11:00 – 18:30

Landspekulation, Zersiedelung und die Interessen der Industrie treiben das Wachstum von Houston an. Die sich dadurch wandelnden städtischen Typologien stellen die bald drittgrößte Stadt der USA vor neue Herausforderungen. Im Projekt „Houston: Genetic City“ entwickelten Studierende der University of Houston, Gerald D. Hines College of Architecture and Design und die Fakultätsmitglieder Peter Zweig, Matt Johnson und Jason Logan in Zusammenarbeit mit Pritzker-Preisträger Thom Mayne von Morphosis urbane Szenarien, die auf verschiedene Phänomene reagieren.

Keine Stadt ist ethnisch so vielfältig wie der texanische Industriestandort. Als Collage mit vielen Zentren, miteinander verbunden durch Schnellstraßen, wird die flächenmäßig größte Siedlungseinheit der USA zunehmend mit komplexen ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Auf den Landreserven im Großraum Houston breiten sich die Siedlungen ungeplant aus. Es entstehen Unorte und Resträume, die durch informelle Aneignungsprozesse flexibel transformiert werden. 

Die Ausstellung „Houston: Genetic City“ der University of Houston, Gerald D. Hines College of Architecture and Design zeigt Ideen zur Zukunft der Stadt. Die Bezeichnung als „Genetic City“ basiert hier auf der in Houston vorhandenen Kultur der Ad-Hoc-Planung, die konträr zu Top-Down-Planungsmodellen steht. In einem Ort mit wenig Regulierung lassen sich Möglichkeiten für innovative Stadtentwicklung aushandeln. Studierende entwickelten auf städtischen und regionalen Ebenen Szenarien, die auf großflächige Phänomene reagieren. Diese sind in drei Hauptthemen unterteilt:

Vacancies
Houstons Wirtschaft ist geprägt vom Wandel von der Industrie- zur postindustriellen Gesellschaft. Freiflächen im Zentrum der Stadt sind rar. Die sich darauf beziehenden möglichen Entwicklungen des zentralen Geschäftsbezirks in den nächsten dreißig Jahren werden im Szenario „Vacancies“ anhand fünf verschiedener Phasen untersucht. Die Herausforderung bestand darin, die Potentiale der Innenstadtprojekte aus ökonomischer, kultureller, sozialer und ökologischer Sicht in einem Ort zu demonstrieren, der in hohem Ausmaß von den Anforderungen des Marktes getragen wird. Dieses Szenario zeigt einen alternativen Weg, der Dichte, Mobilitätskonzepte, infrastrukturelle Vielfalt und neue Modelle für das Wohnen in der Innenstadt von Houston beinhaltet. „Vacancies“ bezieht sich auf eine dynamische, optimistische Zukunft, in die sich die Stadt aktuell schneller entwickelt als prognostiziert.

Energy City
Der Fokus beruht auf zwei Voraussetzungen: zum einen beeinflussen neue Energiesysteme unsere Lebensformen, zum anderen greifen bauliche Auswirkungen der Energiewende wesentlich in die Landschaft ein. Der Einsatz fossiler Brennstoffe für Transport, Fertigung, Heizung oder Kühlung hatte spezifische Auswirkungen auf die Entwicklung von Houston und nahm wesentlichen Einfluss auf die Entstehung der weitläufigen Infrastruktur. Der Großteil der vorhandenen Infrastruktur ist jedoch monofunktionell und einseitig einsetzbar. Aktuell bilden sich Energiesysteme zunehmend unter 

Nachhaltigkeitsaspekten. Hier besteht das Potential, infrastrukturelle Maßnahmen entlang hybrider und 
vielschichtiger Entwicklungslinien weiterzudenken. Jüngere Entwürfe zeigen, wie Infrastruktur durch gute Architektur gestalterischen Mehrwert bringt und sich verträglich in die Landschaft integrieren lässt.

The Unzoned City
Das Szenario untersucht die einzigartigen Planungsbedingungen von Houston, um neue Stadtstrukturen zu erzeugen. Houston ist die größte Stadt in den USA ohne Flächennutzungsplanung. Mit planerisch weitgehend unregulierten Räumen ist Houston ein undeutliches Netz städtischer Gemeindeordnung und durch beschränkte Handlungsfähigkeit geprägt. Anhand von Karten und Diagrammen lassen sich Beziehungen von Architektur zu Infrastruktur, Landnutzung, den heißen und feuchten klimatischen Bedingungen sowie hochwassergefährdeten Gebieten ablesen. Eine Auswahl an Schnittmodellen zeigt beispielhaft, wie Architektur diese Elemente verbinden und integrieren kann. Dabei decken die Arbeiten das auf, was die „Unzoned City“ verspricht: das Potential zur Entwicklung außergewöhnlicher Formen von Stadt und Architektur durch den Mangel an Planungsinstrumenten.

Die Ausstellung umfasst Karten, Diagramme, Zeichnungen, Modelle und virtuelle Rundgänge, darunter Masterpläne, Gebäudeentwürfe und Raumstrategien.





Inflexión / Wendepunkt: Der Transformationsprozess in der spanischen Architektur @ Aedes am Pfefferberg
Jun 28 um 18:30 – 21:30

Die vom spanischen Ministerium für Entwicklung durch die Generaldirektion für Architektur, Wohnungsbau und Raumplanung und der Acción Cultural Española (AC/E) organisierte und heute öffnende Ausstellung „Inflexión / Wendbunkt“ beschäftigt sich mit dem aktuellen Transformationsprozess der spanischen Architektur. 15 Gewinner und 27 Finalisten der 12. Spanischen Architektur- und Städtebau-Biennale (XII BEAU) haben sich mit Themen wie Resilienz, Ökologie und soziale Werte auseinandergesetzt. Die Notwendigkeit von nachhaltigem Bauen, Belebung von Innenstädten, Wiederaufbereitung und Verwertung bestehender Strukturen und Ressourcen stehen an diesem Wendepunkt auf der Agenda. Insbesondere die jüngere Generation sucht nach alternativen Stadtentwicklungsstrategien für die nahe Zukunft. Die Ausstellung gibt einen weit gefächerten Einblick in die zeitgenössische spanische Architektur und ist ein Experiment der Architekturkommunikation mit den Mitteln von Videoüberwachungssystemen, Smartphones und digitalen Bildschirmaufnahmen. Ausstellungseröffnung.

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Fotoausstellung: City Textures – Istanbul.Berlin.Rome @ Architektenkammer Berlin
Jun 29 um 09:00 – 17:00

In welchen Farben, Materialien und Strukturen äußert sich das Gemeinsame und das Spezifische dieser Metropolen? Worin offenbart sich Fremdes und Vertrautes und gibt es eine miteinander vergleichbare urbane Anatomie, die sich an den Oberflächen und Strukturen ablesen lässt? Dem sind Studierende des Fachbereichs Fotografie und Video der Fakultät für Kommunikation sowie der Fakultät für Architektur der Bahçesehir Universität Istanbul (BAU) gemeinsam nachgegangen. Während ihrer Studienaufenthalte in Rom und an der BAU International in Berlin entwickelten sie in mehreren Workshops Kriterien für die fotografische Untersuchung städtischer Phänomene. In einem Zeitraum von eineinhalb Jahren entstanden während mehrerer Exkursionen durch Istanbul, Berlin und Rom über 8.000 Aufnahmen.

Unter der Kuration von Jochen Proehl, der das Projekt entwickelte und leitet, wird die Ausstellung über 20 Arbeiten als Fine Art Prints sowie mehrere umfangreiche Bildserien als Slide Shows auf acht Monitoren synchron präsentieren.

Building in the Metropolis MX @ Aedes Am Pfefferberg
Jun 29 um 11:00 – 18:30

Die Ausstellung präsentiert Arbeiten des Studios Gaeta-Springall Architekten aus Mexiko. Gezeigt werden Projekte von gesellschaftspolitischer Relevanz, wie das „Mahnmal für die Opfer von Gewalt in Mexiko“. In Modellen und Fotos werden weitere Projekte unterschiedlicher Maßstäblichkeit, z. B. das Wohnhaus „4HousesLCC“ oder die Hochhäuser „Siroco und Mistral Towers“ in Mexico City, vorgestellt. In ihren stadträumlichen Arbeiten aus dem Bezirk Iztapalapa und dem Merced Market widmen sie sich dem Raum als Gesamtheit und veranschaulichen ihre grundsätzliche Herangehensweise, durch Transparenz die Architektur in die Stadtlandschaft zu integrieren und damit „in der Stadt und für die Stadt“ zu bauen. Zu der Ausstellung erscheint ein Katalog.

Constructing Culture: West Kowloon Cultural District, Hong Kong @ Aedes am Pfefferberg
Jun 29 um 11:00 – 18:30

Mit Hongkongs West Kowloon Cultural District entsteht eines der größten und ambitioniertesten Kulturprojekte weltweit. Das dynamische Kulturviertel wird zur Zeit auf einem 40 ha großen aufgeschütteten Areal, direkt am berühmten Victoria-Hafen, gebaut. Mit der Entwicklung des Quartiers nimmt die Regierung der Sonderverwaltungszone Hongkong eine strategische Investition vor, mit der sie die Hongkonger Kunst- und Kulturszene – ein zentrales Element des ökonomischen und sozialen Gefüges der Weltstadt – langfristig fördern möchte. Der West Kowloon Cultural District soll zu einem Ort werden, wo Künstlerinnen und Künstler der Stadt interagieren, sich weiterentwickeln und zusammenarbeiten können und nicht zuletzt als Spielstätte für Aufführungen und Produktionen von international erstklassigem Niveau ausgebaut werden.

Weitere wichtige Bestandteile des neuen Stadtquartiers werden eine Vielzahl von Theatern, Aufführungsräumen, Museen und Galerien, aber auch Restaurants, Läden, Büros und Hotels sein. Mit einer öffentlichen Freifläche von insgesamt 23 ha, die den 11 ha großen Art Park, eine zwei Kilometer lange Hafenpromenade und zahlreiche Plätze und Terrassen einschließt, wird das Areal zudem ein offener und frei zugänglicher Naherholungsraum sowohl für die Stadtbewohner Hongkongs als auch für Besucher aus aller Welt sein.

Die Ausstellung gibt einen Einblick in den noch in Entstehung begriffenen ‘West Kowloon Cultural District’, der sowohl der Pflege der lokalen Tradition, der zeitgenössischen Kunst und der Innovation gewidmet ist, als regionales Ausflugsziel und zentraler Touristenmagnet dienen, sowie die künstlerische Kreativität der Menschen fördern soll und zudem die Einzigartigkeit und Identität Hongkongs innerhalb Chinas mit diesem neuen Stadtquartier reflektiert.

Das Areal wird in mehreren Bauetappen entwickelt. Mit Projekten weltweit führender Architekten wie Herzog & de Meuron, Bing Thom Architects und UNStudio werden im ‘West Kowloon Cultural District’ mehrere architektonische Leuchtturmprojekte realsisert, die innerhalb des klar definierten Kulturquartiers stehen werden. Die erste Hauptattraktion wird das ‘Xiqu Centre’ sein, das der traditionellen Kunstform der chinesischen Oper gewidmet ist und 2018 den Bühnenbetrieb aufnehmen wird. Das Museum für visuelle Kultur ‘M+’ soll 2019 eröffnen. Weitere Veranstaltungsorte werden folgen.

Die motorisierte Verkehrsführung des Stadtteiles wird unterirdisch verlaufen, während das Straßenniveau zum Laufen und Radfahren einlädt. Bereits schon während des Planungs- und Bauprozesses fungiert das Areal als wichtiger Hotspot für Hongkongs Kulturszene. Im Laufe der letzten fünf Jahre wurden auf dem Baufeld und umliegenden Orten verschiedenste künstlerische Veranstaltungen angeboten. Das abwechslungsreiche Programm beinhaltete eine Vielzahl unterschiedlicher M+-Ausstellungen zu Themen wie Architektur, Design, zeitgenössischer chinesischer Kunst, Filmkunst, Hongkongs Leuchtreklamen, Performance, riesigen aufblasbaren Skulpturen und Hongkonger Popkultur; ein Bühnenprogramm mit regelmäßig stattfindenden Aufführungen chinesischer Oper (Xiqu) und Open-Air-Festivals mit Musik, Zirkusdarstellungen, Lyrik, Tanz und Kunsthandwerk; ein umfassendes Vortrags- und Seminarprogramm; Projekte zur künstlerischen Entwicklung und Ausbildung; und zahlreiche Veranstaltungen für Hongkongs Schulen. Durch dieses Programm konnte ein wertvolles Testfeld für die Umgebung gewonnen werden, das nicht nur die Grundlage der komplexen Prozesse im Aufbau eines so großen, neu zu entwickelnden Stadtteils bildete, sondern auch schon vor der Fertigstellung der Kulturbauten die ersten Zielgruppen erreichen konnte.

In der Planung für den ‘West Kowloon Cultural District’ spielt auch die Nutzung des öffentlichen Raumes eine wesentliche Rolle – ein Thema, das für ein so zentral gelegenes Kulturquartier in einer der am dichtesten besiedelten Städte der Welt von wesentlicher Bedeutung ist. Märkte unter freiem Himmel, Straßenkunst, Leihräder, Auslaufgebiete für Haustiere und öffentliche Kunstinstallationen wurden hier bereits getestet, ebenso wie die Nutzung von Handy-Apps zur Informationsvermittlung vor Ort – ein absolutes Muss in einer Stadt, in der die Verbreitungsrate von Handys bei über 200 Prozent liegt.

Houston: Genetic City @ Aedes am Pfefferberg
Jun 29 um 11:00 – 18:30

Landspekulation, Zersiedelung und die Interessen der Industrie treiben das Wachstum von Houston an. Die sich dadurch wandelnden städtischen Typologien stellen die bald drittgrößte Stadt der USA vor neue Herausforderungen. Im Projekt „Houston: Genetic City“ entwickelten Studierende der University of Houston, Gerald D. Hines College of Architecture and Design und die Fakultätsmitglieder Peter Zweig, Matt Johnson und Jason Logan in Zusammenarbeit mit Pritzker-Preisträger Thom Mayne von Morphosis urbane Szenarien, die auf verschiedene Phänomene reagieren.

Keine Stadt ist ethnisch so vielfältig wie der texanische Industriestandort. Als Collage mit vielen Zentren, miteinander verbunden durch Schnellstraßen, wird die flächenmäßig größte Siedlungseinheit der USA zunehmend mit komplexen ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Auf den Landreserven im Großraum Houston breiten sich die Siedlungen ungeplant aus. Es entstehen Unorte und Resträume, die durch informelle Aneignungsprozesse flexibel transformiert werden. 

Die Ausstellung „Houston: Genetic City“ der University of Houston, Gerald D. Hines College of Architecture and Design zeigt Ideen zur Zukunft der Stadt. Die Bezeichnung als „Genetic City“ basiert hier auf der in Houston vorhandenen Kultur der Ad-Hoc-Planung, die konträr zu Top-Down-Planungsmodellen steht. In einem Ort mit wenig Regulierung lassen sich Möglichkeiten für innovative Stadtentwicklung aushandeln. Studierende entwickelten auf städtischen und regionalen Ebenen Szenarien, die auf großflächige Phänomene reagieren. Diese sind in drei Hauptthemen unterteilt:

Vacancies
Houstons Wirtschaft ist geprägt vom Wandel von der Industrie- zur postindustriellen Gesellschaft. Freiflächen im Zentrum der Stadt sind rar. Die sich darauf beziehenden möglichen Entwicklungen des zentralen Geschäftsbezirks in den nächsten dreißig Jahren werden im Szenario „Vacancies“ anhand fünf verschiedener Phasen untersucht. Die Herausforderung bestand darin, die Potentiale der Innenstadtprojekte aus ökonomischer, kultureller, sozialer und ökologischer Sicht in einem Ort zu demonstrieren, der in hohem Ausmaß von den Anforderungen des Marktes getragen wird. Dieses Szenario zeigt einen alternativen Weg, der Dichte, Mobilitätskonzepte, infrastrukturelle Vielfalt und neue Modelle für das Wohnen in der Innenstadt von Houston beinhaltet. „Vacancies“ bezieht sich auf eine dynamische, optimistische Zukunft, in die sich die Stadt aktuell schneller entwickelt als prognostiziert.

Energy City
Der Fokus beruht auf zwei Voraussetzungen: zum einen beeinflussen neue Energiesysteme unsere Lebensformen, zum anderen greifen bauliche Auswirkungen der Energiewende wesentlich in die Landschaft ein. Der Einsatz fossiler Brennstoffe für Transport, Fertigung, Heizung oder Kühlung hatte spezifische Auswirkungen auf die Entwicklung von Houston und nahm wesentlichen Einfluss auf die Entstehung der weitläufigen Infrastruktur. Der Großteil der vorhandenen Infrastruktur ist jedoch monofunktionell und einseitig einsetzbar. Aktuell bilden sich Energiesysteme zunehmend unter 

Nachhaltigkeitsaspekten. Hier besteht das Potential, infrastrukturelle Maßnahmen entlang hybrider und 
vielschichtiger Entwicklungslinien weiterzudenken. Jüngere Entwürfe zeigen, wie Infrastruktur durch gute Architektur gestalterischen Mehrwert bringt und sich verträglich in die Landschaft integrieren lässt.

The Unzoned City
Das Szenario untersucht die einzigartigen Planungsbedingungen von Houston, um neue Stadtstrukturen zu erzeugen. Houston ist die größte Stadt in den USA ohne Flächennutzungsplanung. Mit planerisch weitgehend unregulierten Räumen ist Houston ein undeutliches Netz städtischer Gemeindeordnung und durch beschränkte Handlungsfähigkeit geprägt. Anhand von Karten und Diagrammen lassen sich Beziehungen von Architektur zu Infrastruktur, Landnutzung, den heißen und feuchten klimatischen Bedingungen sowie hochwassergefährdeten Gebieten ablesen. Eine Auswahl an Schnittmodellen zeigt beispielhaft, wie Architektur diese Elemente verbinden und integrieren kann. Dabei decken die Arbeiten das auf, was die „Unzoned City“ verspricht: das Potential zur Entwicklung außergewöhnlicher Formen von Stadt und Architektur durch den Mangel an Planungsinstrumenten.

Die Ausstellung umfasst Karten, Diagramme, Zeichnungen, Modelle und virtuelle Rundgänge, darunter Masterpläne, Gebäudeentwürfe und Raumstrategien.





Inflexión / Wendepunkt: Der Transformationsprozess in der spanischen Architektur @ Aedes am Pfefferberg
Jun 29 um 18:30 – 21:30

Die vom spanischen Ministerium für Entwicklung durch die Generaldirektion für Architektur, Wohnungsbau und Raumplanung und der Acción Cultural Española (AC/E) organisierte und heute öffnende Ausstellung „Inflexión / Wendbunkt“ beschäftigt sich mit dem aktuellen Transformationsprozess der spanischen Architektur. 15 Gewinner und 27 Finalisten der 12. Spanischen Architektur- und Städtebau-Biennale (XII BEAU) haben sich mit Themen wie Resilienz, Ökologie und soziale Werte auseinandergesetzt. Die Notwendigkeit von nachhaltigem Bauen, Belebung von Innenstädten, Wiederaufbereitung und Verwertung bestehender Strukturen und Ressourcen stehen an diesem Wendepunkt auf der Agenda. Insbesondere die jüngere Generation sucht nach alternativen Stadtentwicklungsstrategien für die nahe Zukunft. Die Ausstellung gibt einen weit gefächerten Einblick in die zeitgenössische spanische Architektur und ist ein Experiment der Architekturkommunikation mit den Mitteln von Videoüberwachungssystemen, Smartphones und digitalen Bildschirmaufnahmen. Ausstellungseröffnung.

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Fotoausstellung: City Textures – Istanbul.Berlin.Rome @ Architektenkammer Berlin
Jun 30 um 09:00 – 17:00

In welchen Farben, Materialien und Strukturen äußert sich das Gemeinsame und das Spezifische dieser Metropolen? Worin offenbart sich Fremdes und Vertrautes und gibt es eine miteinander vergleichbare urbane Anatomie, die sich an den Oberflächen und Strukturen ablesen lässt? Dem sind Studierende des Fachbereichs Fotografie und Video der Fakultät für Kommunikation sowie der Fakultät für Architektur der Bahçesehir Universität Istanbul (BAU) gemeinsam nachgegangen. Während ihrer Studienaufenthalte in Rom und an der BAU International in Berlin entwickelten sie in mehreren Workshops Kriterien für die fotografische Untersuchung städtischer Phänomene. In einem Zeitraum von eineinhalb Jahren entstanden während mehrerer Exkursionen durch Istanbul, Berlin und Rom über 8.000 Aufnahmen.

Unter der Kuration von Jochen Proehl, der das Projekt entwickelte und leitet, wird die Ausstellung über 20 Arbeiten als Fine Art Prints sowie mehrere umfangreiche Bildserien als Slide Shows auf acht Monitoren synchron präsentieren.

Fotoausstellung: City Textures – Istanbul.Berlin.Rome @ Architektenkammer Berlin
Jun 30 um 09:00 – 15:00

In welchen Farben, Materialien und Strukturen äußert sich das Gemeinsame und das Spezifische dieser Metropolen? Worin offenbart sich Fremdes und Vertrautes und gibt es eine miteinander vergleichbare urbane Anatomie, die sich an den Oberflächen und Strukturen ablesen lässt? Dem sind Studierende des Fachbereichs Fotografie und Video der Fakultät für Kommunikation sowie der Fakultät für Architektur der Bahçesehir Universität Istanbul (BAU) gemeinsam nachgegangen. Während ihrer Studienaufenthalte in Rom und an der BAU International in Berlin entwickelten sie in mehreren Workshops Kriterien für die fotografische Untersuchung städtischer Phänomene. In einem Zeitraum von eineinhalb Jahren entstanden während mehrerer Exkursionen durch Istanbul, Berlin und Rom über 8.000 Aufnahmen.

Unter der Kuration von Jochen Proehl, der das Projekt entwickelte und leitet, wird die Ausstellung über 20 Arbeiten als Fine Art Prints sowie mehrere umfangreiche Bildserien als Slide Shows auf acht Monitoren synchron präsentieren.

Building in the Metropolis MX @ Aedes Am Pfefferberg
Jun 30 um 11:00 – 18:30

Die Ausstellung präsentiert Arbeiten des Studios Gaeta-Springall Architekten aus Mexiko. Gezeigt werden Projekte von gesellschaftspolitischer Relevanz, wie das „Mahnmal für die Opfer von Gewalt in Mexiko“. In Modellen und Fotos werden weitere Projekte unterschiedlicher Maßstäblichkeit, z. B. das Wohnhaus „4HousesLCC“ oder die Hochhäuser „Siroco und Mistral Towers“ in Mexico City, vorgestellt. In ihren stadträumlichen Arbeiten aus dem Bezirk Iztapalapa und dem Merced Market widmen sie sich dem Raum als Gesamtheit und veranschaulichen ihre grundsätzliche Herangehensweise, durch Transparenz die Architektur in die Stadtlandschaft zu integrieren und damit „in der Stadt und für die Stadt“ zu bauen. Zu der Ausstellung erscheint ein Katalog.

Constructing Culture: West Kowloon Cultural District, Hong Kong @ Aedes am Pfefferberg
Jun 30 um 11:00 – 18:30

Mit Hongkongs West Kowloon Cultural District entsteht eines der größten und ambitioniertesten Kulturprojekte weltweit. Das dynamische Kulturviertel wird zur Zeit auf einem 40 ha großen aufgeschütteten Areal, direkt am berühmten Victoria-Hafen, gebaut. Mit der Entwicklung des Quartiers nimmt die Regierung der Sonderverwaltungszone Hongkong eine strategische Investition vor, mit der sie die Hongkonger Kunst- und Kulturszene – ein zentrales Element des ökonomischen und sozialen Gefüges der Weltstadt – langfristig fördern möchte. Der West Kowloon Cultural District soll zu einem Ort werden, wo Künstlerinnen und Künstler der Stadt interagieren, sich weiterentwickeln und zusammenarbeiten können und nicht zuletzt als Spielstätte für Aufführungen und Produktionen von international erstklassigem Niveau ausgebaut werden.

Weitere wichtige Bestandteile des neuen Stadtquartiers werden eine Vielzahl von Theatern, Aufführungsräumen, Museen und Galerien, aber auch Restaurants, Läden, Büros und Hotels sein. Mit einer öffentlichen Freifläche von insgesamt 23 ha, die den 11 ha großen Art Park, eine zwei Kilometer lange Hafenpromenade und zahlreiche Plätze und Terrassen einschließt, wird das Areal zudem ein offener und frei zugänglicher Naherholungsraum sowohl für die Stadtbewohner Hongkongs als auch für Besucher aus aller Welt sein.

Die Ausstellung gibt einen Einblick in den noch in Entstehung begriffenen ‘West Kowloon Cultural District’, der sowohl der Pflege der lokalen Tradition, der zeitgenössischen Kunst und der Innovation gewidmet ist, als regionales Ausflugsziel und zentraler Touristenmagnet dienen, sowie die künstlerische Kreativität der Menschen fördern soll und zudem die Einzigartigkeit und Identität Hongkongs innerhalb Chinas mit diesem neuen Stadtquartier reflektiert.

Das Areal wird in mehreren Bauetappen entwickelt. Mit Projekten weltweit führender Architekten wie Herzog & de Meuron, Bing Thom Architects und UNStudio werden im ‘West Kowloon Cultural District’ mehrere architektonische Leuchtturmprojekte realsisert, die innerhalb des klar definierten Kulturquartiers stehen werden. Die erste Hauptattraktion wird das ‘Xiqu Centre’ sein, das der traditionellen Kunstform der chinesischen Oper gewidmet ist und 2018 den Bühnenbetrieb aufnehmen wird. Das Museum für visuelle Kultur ‘M+’ soll 2019 eröffnen. Weitere Veranstaltungsorte werden folgen.

Die motorisierte Verkehrsführung des Stadtteiles wird unterirdisch verlaufen, während das Straßenniveau zum Laufen und Radfahren einlädt. Bereits schon während des Planungs- und Bauprozesses fungiert das Areal als wichtiger Hotspot für Hongkongs Kulturszene. Im Laufe der letzten fünf Jahre wurden auf dem Baufeld und umliegenden Orten verschiedenste künstlerische Veranstaltungen angeboten. Das abwechslungsreiche Programm beinhaltete eine Vielzahl unterschiedlicher M+-Ausstellungen zu Themen wie Architektur, Design, zeitgenössischer chinesischer Kunst, Filmkunst, Hongkongs Leuchtreklamen, Performance, riesigen aufblasbaren Skulpturen und Hongkonger Popkultur; ein Bühnenprogramm mit regelmäßig stattfindenden Aufführungen chinesischer Oper (Xiqu) und Open-Air-Festivals mit Musik, Zirkusdarstellungen, Lyrik, Tanz und Kunsthandwerk; ein umfassendes Vortrags- und Seminarprogramm; Projekte zur künstlerischen Entwicklung und Ausbildung; und zahlreiche Veranstaltungen für Hongkongs Schulen. Durch dieses Programm konnte ein wertvolles Testfeld für die Umgebung gewonnen werden, das nicht nur die Grundlage der komplexen Prozesse im Aufbau eines so großen, neu zu entwickelnden Stadtteils bildete, sondern auch schon vor der Fertigstellung der Kulturbauten die ersten Zielgruppen erreichen konnte.

In der Planung für den ‘West Kowloon Cultural District’ spielt auch die Nutzung des öffentlichen Raumes eine wesentliche Rolle – ein Thema, das für ein so zentral gelegenes Kulturquartier in einer der am dichtesten besiedelten Städte der Welt von wesentlicher Bedeutung ist. Märkte unter freiem Himmel, Straßenkunst, Leihräder, Auslaufgebiete für Haustiere und öffentliche Kunstinstallationen wurden hier bereits getestet, ebenso wie die Nutzung von Handy-Apps zur Informationsvermittlung vor Ort – ein absolutes Muss in einer Stadt, in der die Verbreitungsrate von Handys bei über 200 Prozent liegt.

Houston: Genetic City @ Aedes am Pfefferberg
Jun 30 um 11:00 – 18:30

Landspekulation, Zersiedelung und die Interessen der Industrie treiben das Wachstum von Houston an. Die sich dadurch wandelnden städtischen Typologien stellen die bald drittgrößte Stadt der USA vor neue Herausforderungen. Im Projekt „Houston: Genetic City“ entwickelten Studierende der University of Houston, Gerald D. Hines College of Architecture and Design und die Fakultätsmitglieder Peter Zweig, Matt Johnson und Jason Logan in Zusammenarbeit mit Pritzker-Preisträger Thom Mayne von Morphosis urbane Szenarien, die auf verschiedene Phänomene reagieren.

Keine Stadt ist ethnisch so vielfältig wie der texanische Industriestandort. Als Collage mit vielen Zentren, miteinander verbunden durch Schnellstraßen, wird die flächenmäßig größte Siedlungseinheit der USA zunehmend mit komplexen ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Auf den Landreserven im Großraum Houston breiten sich die Siedlungen ungeplant aus. Es entstehen Unorte und Resträume, die durch informelle Aneignungsprozesse flexibel transformiert werden. 

Die Ausstellung „Houston: Genetic City“ der University of Houston, Gerald D. Hines College of Architecture and Design zeigt Ideen zur Zukunft der Stadt. Die Bezeichnung als „Genetic City“ basiert hier auf der in Houston vorhandenen Kultur der Ad-Hoc-Planung, die konträr zu Top-Down-Planungsmodellen steht. In einem Ort mit wenig Regulierung lassen sich Möglichkeiten für innovative Stadtentwicklung aushandeln. Studierende entwickelten auf städtischen und regionalen Ebenen Szenarien, die auf großflächige Phänomene reagieren. Diese sind in drei Hauptthemen unterteilt:

Vacancies
Houstons Wirtschaft ist geprägt vom Wandel von der Industrie- zur postindustriellen Gesellschaft. Freiflächen im Zentrum der Stadt sind rar. Die sich darauf beziehenden möglichen Entwicklungen des zentralen Geschäftsbezirks in den nächsten dreißig Jahren werden im Szenario „Vacancies“ anhand fünf verschiedener Phasen untersucht. Die Herausforderung bestand darin, die Potentiale der Innenstadtprojekte aus ökonomischer, kultureller, sozialer und ökologischer Sicht in einem Ort zu demonstrieren, der in hohem Ausmaß von den Anforderungen des Marktes getragen wird. Dieses Szenario zeigt einen alternativen Weg, der Dichte, Mobilitätskonzepte, infrastrukturelle Vielfalt und neue Modelle für das Wohnen in der Innenstadt von Houston beinhaltet. „Vacancies“ bezieht sich auf eine dynamische, optimistische Zukunft, in die sich die Stadt aktuell schneller entwickelt als prognostiziert.

Energy City
Der Fokus beruht auf zwei Voraussetzungen: zum einen beeinflussen neue Energiesysteme unsere Lebensformen, zum anderen greifen bauliche Auswirkungen der Energiewende wesentlich in die Landschaft ein. Der Einsatz fossiler Brennstoffe für Transport, Fertigung, Heizung oder Kühlung hatte spezifische Auswirkungen auf die Entwicklung von Houston und nahm wesentlichen Einfluss auf die Entstehung der weitläufigen Infrastruktur. Der Großteil der vorhandenen Infrastruktur ist jedoch monofunktionell und einseitig einsetzbar. Aktuell bilden sich Energiesysteme zunehmend unter 

Nachhaltigkeitsaspekten. Hier besteht das Potential, infrastrukturelle Maßnahmen entlang hybrider und 
vielschichtiger Entwicklungslinien weiterzudenken. Jüngere Entwürfe zeigen, wie Infrastruktur durch gute Architektur gestalterischen Mehrwert bringt und sich verträglich in die Landschaft integrieren lässt.

The Unzoned City
Das Szenario untersucht die einzigartigen Planungsbedingungen von Houston, um neue Stadtstrukturen zu erzeugen. Houston ist die größte Stadt in den USA ohne Flächennutzungsplanung. Mit planerisch weitgehend unregulierten Räumen ist Houston ein undeutliches Netz städtischer Gemeindeordnung und durch beschränkte Handlungsfähigkeit geprägt. Anhand von Karten und Diagrammen lassen sich Beziehungen von Architektur zu Infrastruktur, Landnutzung, den heißen und feuchten klimatischen Bedingungen sowie hochwassergefährdeten Gebieten ablesen. Eine Auswahl an Schnittmodellen zeigt beispielhaft, wie Architektur diese Elemente verbinden und integrieren kann. Dabei decken die Arbeiten das auf, was die „Unzoned City“ verspricht: das Potential zur Entwicklung außergewöhnlicher Formen von Stadt und Architektur durch den Mangel an Planungsinstrumenten.

Die Ausstellung umfasst Karten, Diagramme, Zeichnungen, Modelle und virtuelle Rundgänge, darunter Masterpläne, Gebäudeentwürfe und Raumstrategien.