FAQs zur Denkmalschutz-Immobilie

1. Warum ist die hohe Denkmalschutz-AfA im Gegensatz zu anderen Steuervergünstigungen weitgehend unangetastet geblieben?

    Schutz, Sanierung und Erhalt von (Bau-)Denkmälern ist eine kulturpolitische Aufgabe des Staates. Mit seinen eigenen finanziellen Mitteln ist der Staat jedoch nicht in der Lage, dieser Aufgabe in der geforderten Breite nachzukommen. Mit der hohen steuerlichen Förderung durch die Denkmalschutz-AfA stimuliert er private Investoren, den Denkmalschutz zu finanzieren. Der Erwerber einer solchen zu sanierenden denkmalgeschützten Immobilie erhält dafür neben den Steuervergünstigungen zumeist eine Immobilie, die hohe architektonische, historische und bauliche Qualität aufweist und in der Regel in einem städtebaulich gewachsenen Umfeld liegt.

2. Wie hoch ist die Sonder-AfA bei Denkmalschutz-Immobilien für Kapitalanleger?

    In den ersten acht Jahren können jeweils 9 %, in den darauffolgenden vier Jahren jeweils weitere 7 % der nachgewiesenen und anerkannten Herstellungs- und Modernisierungskosten abgeschrieben werden.

3. Wie hoch ist die Sonder-AfA bei Denkmalschutz-Immobilien für Eigennutzer?

    In den ersten zehn Jahren können jeweils 9 % der nachgewiesenen und anerkannten Herstellungs- und Modernisierungskosten abgeschrieben werden.

4. Welche Bedeutung hat die Fertigstellung bzw. Abnahme einer Immobilie im Hinblick auf die steuerliche Behandlung (AfA)?

    Durch die Herstellung der Bezugsfertigkeit und die darauf folgende Abnahme der Immobilie gehen in der Regel die damit verbundenen „Nutzen und Lasten“ auf den Käufer über. Dieser Termin ist für die steuerliche Behandlung von Bedeutung, denn in dem Jahr, in dem „Nutzen und Lasten“ übergehen, kann der Erwerber seine Immobilie zum ersten Mal abschreiben.