Kaiserwetter, kühle Blonde und ein Richtfest

Eine Bullenhitze, 38 Grad im Schatten, sengende Sonne – ohne das eine oder andere eiskalte Bier (bzw. ersatzweise andere kühle Getränke) hätte ich das Richtfest für das L´Atelier Royals am vergangenen Freitag (02.07.2010) wohl nicht so angenehm überstanden. Und das ging sicherlich auch dem einen oder anderen der vielen Gäste so, die zu dieser Feier gekommen waren. Eine Blaskapelle spielte auf (den Tuba-Spieler habe ich bei der Hitze wirklich bedauert), es gab reichlich zu essen und zu trinken. Selbst für WM-Junkies war gesorgt, in der nahegelegenen alten Exerzierhalle konnte man die Abschiedsvorstellung von Kaka, Robinho & Co. miterleben.

Im Mittelpunkt des Interesses stand aber natürlich das L´Atelier Royal. Das ehemalige Werkstattgebäude gehört zum Ende des 19. Jahrhunderts erbauten unter Kaiser Wilhelm II. Gebäudeensemble der Rote Kaserne in Potsdam. Zuletzt wohnte hier ein Künstlerpaar, dass bei der Namensgebung des Projekts Pate stand. Derzeit entstehen hier zwischen den alten Ziegelmauern gut zwei Dutzend komfortable Eigentumswohnungen.

Die zukünftigen Eigentümer und Bewohner des Hauses, zahlreiche Anwohner, aber auch die Mitarbeiter der beteiligten Bauunternehmungen und die Vertriebspartner der Bauträger Wittfoth und Terraplan wollten sich selbst ein Bild davon machen, was aus dem einstigen hässlichen Entlein geworden ist. Keine Frage: der stolze Schwan war hinter den Baugerüsten schon zu erkennen. Der Rohbau ist weitgehend abgeschlossen, der Innenausbau beginnt, schon kann man Details der Wohnungen erkennen. Besonders attraktiv wurde die feuerrote Ziegelmauer auf der Nordseite des L´Atelier Royal restauriert. Es war übrigens die typische Farbe dieser Ziegel, der dem ganzen Areal den Namen „Rote Kaserne“ einbrachte, und nicht etwa die Nutzung des Geländes nach dem zweiten Weltkrieg durch die russische Armee.

Viele der zukünftigen Eigentümer und Bewohner des Hauses nutzten die Gelegenheit, im Rahmen des Richtfestes „ihre Wohnung“ schon einmal etwas näher kennenzulernen. Überall Begeisterung über das, was sie sahen. Und große Vorfreude in nicht allzu ferner Zukunft hier einzuziehen. Manch einer, der seine Wohnung eigentlich vermieten wollte, kam ins Grübeln. Vielleicht doch lieber selbst hier wohnen?

Bald übrigens wird es schon das nächste Richtfest in der Roten Kaserne zu feiern geben: die Baumaßnahmen am „Löwenhaus“, auch Grand Palais du Lion genannt, schreiten schnell voran.

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