Industriekultur zum Wohnen am Potsdamer Chimborazo

Eingang_Vereinsbrauerei_Potsdam_1908Für den greisen Alexander von Humboldt war der Brauhausberg schlicht Potsdams „Chimborazo“. Schließlich ist auch der Brauhausberg ein markantes Naturwahrzeichen, von dessen „Gipfel“ sich ein herrlicher Blick auf die preußische Residenzstadt und die umgebende herrliche Seenlandschaft bietet. Vielleicht fiel dem alternden Naturforscher auch nur der Spaziergang auf die 88 Meter hohe Erhebung genauso schwer wie in jungen Jahren die legendäre Besteigung des berühmten Chimborazo-Vulkans in Ecuador, die ihn zwar nicht bis nach ganz oben aber doch bis auf rund 5.300 Meter Höhe führte.

300 Jahre Brauereigeschichte unterm Potsdamer Wahrzeichen

Bis Anfang des 18. Jahrhunderts hatte man auf dem Hügel über der Havel noch Wein kultiviert. Erst um 1720 lösten die Brauer der königlichen Brauerei die Winzer ab. Der Volksmund verpasste der Anhöhe schnell einen neuen Namen: „Brauhausberg“. 1829 übernahmen die Potsdamer Braumeister Adelung und Hoffmann die alte „Königsbrauerei“. Sie kreierten das nach neuem Rezept hergestellte prickelnde Potsdamer „Stangenbier“. Diese beliebte Bierspezialität wurde in hohen Gläser, den „Stangen“, serviert. Ein paar Meter von der „Königsbrauerei“ entfernt gründeten die Gebrüder Hoffmann 1865 ein noch erfolgreicheres Brauhaus. Das am heutigen Leipziger Dreieck ansässige Unternehmen firmierte zunächst als „Brauerei Gebrüder Hoffmann“. 1896 wurde es von der „Vereinsbrauerei Rixdorf“ übernommen. Diese nahm 1910 den Namen ihres erfolgreichsten Produktes an: „Berliner Kindl.“ Der größte Bierproduzent am Brauhausberg hieß nun „Berliner Kindl Brauerei AG, Abteilung II Potsdam“ – allerdings nur bis 1945.

Nach einem kurzen Intermezzo als REWI-Brauerei wurde die Bierfabrik zum Volkseigenen Betrieb Brauerei Potsdam. Interessanterweise nutzte die sozialistische Produktionsstätte schon bald einen Monarchen von Gottes Gnaden als Zugpferd für eines seiner Produkte: Friedrich der Große prangte auf dem Logo des am Brauhausberg produzierten Rex-Pils. Damit sollte an die königlich-preußische Brautradition in Potsdam angeknüpft werden. Nach der deutschen Wiedervereinigung schloss sich noch ein Kreis, als 1997 die Brauerei wieder unter dem Dach der Berliner-Kindl-Gruppe landete. Gebraut wurde in den historischen Gemäuern am Brauhausberg noch bis zum 31.12.2002, dann übernahmen im Gewerbegebiet Potsdam-Süd neu errichtete moderne Brau- und Abfüllanlagen die Herstellung des Gerstensafts.

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Wohnen in denkmalgeschützter Industriearchitektur

Jetzt erwartet die frühere Kindl-Brauerei ein zweites, völlig neues Leben. Der denkmalgeschützte Fabrikkomplex wird umfassend saniert und zu Wohnzwecken umgebaut. In den eindrucksvollen, überwiegend im ausgehenden 19. Jahrhunderts errichteten Gebäuden entstehen komfortable Eigentumswohnungen und Stadthäuser. Der besondere Flair der alten Industriearchitektur wird dabei sorgfältig erhalten.

In den ehemaligen Sud-, Kessel- und Verwaltungshäusern sollen rund 50 Apartments und Townhouses mit Wohnflächen zwischen 50 und 150 Quadratmetern ihren Platz finden. Bei Bedarf können mehrere Wohnungen zu einem noch größeren Domizil zusammengelegt werden. Einige Einheiten erhalten Dachterrassen, die einen herrlichen Ausblick auf Potsdam und das wiederaufgebaute Stadtschloss ermöglichen. Die Gebäude gruppieren sich um mehrere Innenhöfe, in denen lauschige Hofgärten als grüne Rückzugs- und Entspannungsoasen für die zukünftigen Bewohner angelegt werden. Projektträger ist ein erfahrener Bauträger, Bauausführung und Ausstattung wird entsprechend hochwertig sein. Die vollständige Fertigstellung der Anlage ist für 2015 vorgesehen.

Aussichtsreiches Immobilien-Investment mit hoher Denkmalschutz-AfA

Das Projekt eignet sich für Kapitalanleger wie für Eigennutzer. Die Kaufpreise werden wohl bei rund 4.000 Euro pro Quadratmeter liegen. Legt man eine realistische anfängliche Miete von 9,50 – 10,00 Euro nettokalt pro Quadratmeter zugrunde, ist eine ordentliche Mietrendite zu erwarten. Angesichts der kontinuierlich steigenden Einwohnerzahlen und des praktisch leergefegten Wohnungsmarktes ist für Potsdam von weiter anziehenden Kauf- und Mietpreisen für Wohnimmobilien auszugehen. Die staatliche Förderung ist stattlich: Erwerber einer Wohnung in diesem Objekt werden voraussichtlich rund 60 % des Kaufpreises als Denkmalschutz-AfA steuerlich geltend machen können.

Weitere Infos

Wer sich für dieses vielversprechende Projekt interessiert, kann direkt über dieses Formular weitere Auskünfte anfordern. Frühzeitiges Informieren dürfte sich dabei auszahlen, denn attraktive Denkmalschutz-Immobilien sind in der „heimlichen Hauptstadt“ überaus begehrt, das entsprechende Angebot hingegen ist ziemlich knapp.