Green Monument im Garde-Look

Sie waren hoch angesehen und galten als die Elite des preußischen Heeres: die Ulanen mit ihren Tschapkas, der typischen viereckigen Kopfbedeckung. Diese Kavallerie-Einheiten mit den ausschließlich braunen Schlachtrössern waren der Stolz der Hohenzollern-Herrscher. Kein Wunder, dass die Friedrichs und Wilhelms diese Truppen bevorzugt in unmittelbarer Nähe zu ihren Residenzen stationierten. So auch in Potsdam. Mitte der 1880er Jahre wählte der letzte preußische König und deutsche Kaiser von Gottes Gnaden, Wilhelm II., ein Areal direkt unterhalb des sogenannten Ruinenbergs als neuen Standort für sein 1. Garde-Ulanen-Regiment aus. Die Anhöhe liegt in unmittelbarer Nähe zum weltbekannten Lustschloss Sanssouci. Ihr Name geht auf die bereits unter Friedrich dem Großen (1712-1786) angelegten künstlichen Ruinen auf der Bergkuppe zurück. Diese Bauwerke im antiken Stil sollten einst eigentlich nur den Blick auf das dort zur Bewässerung des Schlossparks angelegte Wasserreservoir kaschieren, heute sind die „Ruinen“ selbst berühmt.

Das 1. Garde-Ulanenregiment beim Parademarsch im Galopp

Mit wehenden Fahnen an den Lanzenspitzen: das 1. preußische Garde-Ulanenregiment beim Parademarsch im Galopp. Alte Postkarte von ca. 1900. Sammlung Sven Hoch

In bester Lage also entstand bis 1889 ein weitläufiger Kasernenkomplex, der neben dem mächtigen dreiflügeligen Hauptgebäude auch Pferdeställe, Reithallen und Exerzierplätze umfasste. Passenderweise nannte man das ganze „Ruinenberg-Kaserne“, sieben Hundertschaften der berittenen Krieger fanden hier mitsamt ihrer Tiere und ihrer Ausrüstung Platz. In der Fassadengestaltung finden sich vor allem neogotische Elemente wieder. Typisch für öffentliche Bauten im Preußen des ausgehenden 19. Jahrhunderts waren auch die als Ziegelsichtmauerwerk errichteten äußerst soliden Außenwände der Haupt- und Nebengebäude.

Das Ruinenberg-Quartier heute
Kräftig leuchtet das charakteristische Rotbraun der alten Backsteinmauern inzwischen wieder durch das frühlingsgrüne Laub der Bäume im Potsdamer Westen. Fast alle Gebäude der denkmalgeschützten Kaserne am Ruinenberg wurden in den vergangenen Jahren aufwändig restauriert und saniert. Aus den ehemaligen Pferdeställen sind dabei attraktive Reihenhäuser geworden, im imposanten Hauptgebäude finden sich komfortable Wohnungen. Viele Alt- und Neupotsdamer, Singles, Paare und Familien, sind hier schnell heimisch geworden. Sie genießen, sowohl die geschäftige Innenstadt der Landeshauptstadt und eine malerische Park- und Seenlandschaft gleichermaßen direkt vor der Haustür zu haben.

Grundriss Suite 17

Die Wohnungen sind hell und durchdacht geschnitten, wie man hier an dem beispielhaft gezeigten Grundriss einer 76 Quadrameter großen 3-Zimmer-Suite im Dachgeschoss (2. OG) sehen kann. Die Schlafräume sind gen Norden, die Wohnräume zum Süden hin ausgerichtet. Dort befindet sich auch die Hauptterasse der Wohnung. Zeichnung: Terraplan

Ein wichtiges Bauwerk der Ruinenberg-Kaserne ist aber bisher noch unsaniert: die ehemalige Reithalle der Ulanen an der Pappelallee. Vielleicht, weil sie in ihrem augenblicklichen Zustand – verwahrlost, mit zugemauerten Fensterbögen und Portalen und den mit abgrundtief hässlichen graubraunen Putzfragmenten zugekleisterten Fassaden – eher abschreckend als attraktiv wirkt. Vielleicht, weil man bei der Art dieses Bauwerks ein gehöriges Maß an Phantasie und ein Füllhorn guter Ideen braucht, um daraus zeitgemäßen Wohnraum schaffen zu können.

Les Colonnade des Cavaliers: moderne Suiten im denkmalgeschützten Ambiente
Wirft man einen zweiten oder dritten Blick auf das heruntergekommene Objekt, beginnt man zu ahnen, dass es sich tatsächlich um ein architektonisches Kleinod handeln könnte. So verleihen zum Beispiel die hohen Rundbögenfenstern der Straßenfassade eine elegante neogotische Optik oder sorgen die umlaufenden zierlichen Zahnfriesen für eine höchst dekorative Einfassung des Daches. Spätestens aber nach einem Blick auf die Entwürfe des Berliner Architekturbüros
Van Geisten / Marfels für dieses Bauwerk ist man fast überwältig von dem Potential, das hinter den derzeit so unansehnlichen Mauern schlummert. Zumindest mir ging es so. Die Planer wollen die einstige Übungshalle von Wilhelms Reitern in ein modernes Wohnhaus verwandeln. Zwanzig Wohnungen mit sehr unterschiedlichen Größen und Grundrissen sind vorgesehen: von der 50 Quadratmeter großen Zweiraum-Suite bis zur 5-Zimmer-Maisonette findet sich für die verschiedensten Wohnansprüche das jeweils Passende.

Viel Wert legen die Planer darauf, das charakteristische Antlitz des denkmalgeschützten Gebäudes zu bewahren. Im Innern der alten Gebäudehülle aber entsteht praktisch ein Neubau – modernes Wohnen im historischen Gewand. Besonders anschaulich wird dieses Konzept an der Visualisierung der Südfassade. Hier werden die neun bisher verschlossenen Portale geöffnet, dahinter wird eine neue Mauer gesetzt. In den auf diese Weise entstehen Kolonnaden werden die Terrassen und/oder Balkone integriert – Blickschutz und Privatsphäre für die Bewohner also quasi gleich mit eingebaut. Ein genialer Einfall, wie ich finde. Nicht von ungefähr daher, dass das ganze Projekt in Anlehnung an diesen Säulengang „Colonnade des Cavaliers“ getauft wurde.

Ansicht Südfassade Vorher-Nachher

Die Südfassade der Reithalle heute (Bild links) und nach der Sanierung (Bild rechts). Durch die geöffneten Portale und die in der alten Gebäudehülle neu errichtete Außenwand wird Platz für die Kolonnaden geschaffen. In diesem geschützten Säulengang liegen die Terrassen und Balkone der einzelnen Wohnungen. Foto/Visualisierung: Terraplan

Nachhaltiges Bauen durch renommierten Initiator
Selbstverständlich wird bei Umbau und Sanierung der Reithalle den heutigen ökologischen und energetischen Maßstäben gebührend Rechnung getragen. Fernwärme und eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die die einzelnen Wohnungen kontrolliert be- und entlüftet, gehören zum Beispiel zu den Maßnahmen, um das Objekt zu einem echten „Green Monument“ (Grünes Denkmal) zu machen. Ein solches Label dürfen nur Baudenkmale führen, die überdurchschnittliche Ergebnisse im Umweltschutz und in der Energieeffizienz erzielen.

Realisiert wird die Sanierung der alten Ulanen-Reithalle von der Terraplan Grundstücksentwicklungsgesellschaft. Das Nürnberger Unternehmen ist seit langem auf Restaurierung, Sanierung und Umbau denkmalgeschützter Immobilien spezialisiert. Gerade im Raum Potsdam und Berlin hat dieser Bauträger bereits zahlreiche Projekte erfolgreich abgeschlossen. Für die soeben fertiggestellte Alte Mälzerei im Berliner Bezirk Pankow wurden die Projektentwickler der Terraplan jüngst mit dem Branchenpreis „Immobilienmanager-Award“ ausgezeichnet.

Staatliche Förderung für Selbstnutzer und Kapitalanleger
Alle Wohnungen der „Colonnade des Cavaliers“ werden als Eigentumswohnungen zum Kauf angeboten. Die Fertigstellung ist für das erste Halbjahr 2013 vorgesehen. Angesichts der Tatsache, dass der Potsdamer Wohnungsmarkt gerade in guten Wohnlagen mittlerweile unter fast schon chronischer Knappheit „leidet“, ist dieses Projekt aus meiner Sicht äußerst interessant für alle, die in der wohlhabenden brandenburgischen Landeshauptstadt auf der Suche nach den eigenen vier Wänden oder nach einem vielversprechenden Immobilieninvestment sind. Zumal die „Colonnade des Cavaliers“ sowohl für Selbstnutzer als auch für Kapitalanleger noch ein besonders schmackhaftes Bonbon bereithält: bei den meisten Wohnungen wird nach den Prognosen des Bauträgers rund 60 Prozent des Kaufpreises dank staatlicher Förderung für die Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes steuerlich absetzbar sein.

Infos & Kontakt
Wer weitere Details zur Sanierung der Ulanen-Reithalle am Ruinenberg und/oder zu den einzelnen Wohnungen (Grundrisse, Preise) wissen möchte, kann alle Informationen zur „Colonnade des Cavaliers“ hier direkt per Mail oder telefonisch (030-887062026) beim Berliner Partner des Bauträgers, der Nova Finis Consulting GmbH, anfordern. Natürlich können auch Besichtigungstermine für das Schloss angefragt bzw. vereinbart werden.

Visualisierung Maisonetten in ehem. Kühlställen

Rechts und links der eigentlichen Reithalle befinden sich zwei Kühlställe, die zur langsamen Abkühlung vom Training erhitzter Pferde dienten. Im Zuge der Sanierung entstehen in diesen Ställen zwei großzügige Maisonettewohnungen. Eigentlich sind es sogar echte Stadthäuser - mit separatem Eingang, Privatgarten und zwei Wohnebenen mit insgesamt 130 bzw. 160 Quadratmetern Wohnfläche, die jedem Familienmitglied ausreichend Platz zum Kochen, Arbeiten, Entspannen oder Spielen bieten. Zeichnung: Mit freundlicher Genehmigung von Terraplan

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