Dahlemer Diva mit American Spirit

Ehem. US-Hauptquartier in Berlin-Dahlem Haus 1

Blick auf Haus 1 des ehemaligen US-Hauptquartiers in Berlin-Dahlem. Foto: Sven Hoch

Der Südwesten gehört zu den feinsten Adressen in Berlin. Jetzt beginnt dort in bester Lage ein spektakuläres Immobilienprojekt, mit dem sich das unter Denkmalschutz stehende ehemalige US-Hauptquartier in eine außergewöhnliche Wohn- und Parklandschaft inmitten der eleganten Villenviertel Dahlems und Zehlendorfs verwandeln wird.

Noch ist das Eingangstor an der Clayallee bewacht. Hindurch kommt nur, wer sich
vorher angemeldet hat. Der glückliche Besitzer eines Passierscheins darf dann die repräsentative Auffahrt entlang schreiten, die direkt zum Portal von Haus 1 mit seiner so charakteristischen Fassade führt. Hinter den hohen Fenstern im ersten Stock befindet sich der Konferenzsaal. Jetzt allerdings ist keine Menschenseele zu sehen, alle Ge-
bäude wirken leer und verlassen. Es herrscht eine fast vollkommene Ruhe. Nichts
deutet darauf hin, dass hinter diesen Mauern mehr als vierzig Jahre lang über das Wohl und Wehe Berlins entschieden worden ist. Tatsächlich gibt es nur wenige Orte, die so eng mit der jüngeren Geschichte der deutschen Hauptstadt verbunden sind wie dieses noch immer hermetisch abgeschottete Gelände zwischen Clayallee, Saargemünder
und Bitscher Straße.

Vom Headquarter zum Hollywood-Set
Ursprünglich waren die Gebäude Ende der 1930er Jahre nach Plänen des angesehen Architekten Fritz Fuß (1889 -1945) als Verwaltungs- und Kasernentrakte für die damalige Reichsluftwaffe errichtet worden. Richtig bekannt wurde die Anlage jedoch erst in der Nachkriegszeit. Nachdem die US-Army 1945 den gesamten Komplex beschlagnahmt hatte, richtete sie dort ihr Hauptquartier in Berlin ein. Bis 1990 war auf dem Gelände der Sitz der amerikanischen Stadtkommandantur. Im berühmten Konferenzsaal von Haus 1 trafen sich regelmäßig Vertreter der vier Siegermächte. Bis zur Fertigstellung der neuen US-Botschaft am Pariser Platz war auch die diplomatische Vertretung der Vereinigten Staaten in Zehlendorf untergebracht. Doch ist es bis heute vor allem eine Episode, die insbesondere die Westberliner mit jenen Bauten untrennbar verbindet: von Juni 1948 bis Mai 1949 koordinierte General Lucius D. Clay von hier aus jenes gigantische Lufttransportunternehmen, dass als „Berliner Luftbrücke“ in die Geschichte einging. Zu Ehren des „Vaters der Luftbrücke“ wurde die breite Allee direkt vor den Toren des Areals unmittelbar nach Beendigung der sowjetischen Blockade in „Clayallee“ umbenannt.

Nach der deutschen Wiedervereinigung zog sich die US-Army zurück. Das Objekt ging 1993 bis auf das noch immer im Haus Clayallee 170 ansässige US-Konsulat in den Besitzt der Bundesrepublik Deutschland über. Seitdem gab es viele Diskussionen über die weitere Nutzung von Grundstück und Gebäuden. Die sind bis heute vor allem als Filmkulisse gefragt. Wie eine alte Hollywood-Diva werden die Bauten dann aufgebrezelt für Tatort- und Polizeiruf-110-Episoden oder glänzen perfekt gestylt beim Spielfilm-Dreh. Viele bekannte Streifen entstanden hier bereits, darunter deutsche Produktionen wie „Das Kondom des Grauens“ mit Iris Berben und Peter Lohmeyer sowie internationale Blockbuster wie „Operation Walküre“ mit Tom Cruise oder „Inglourious Basterds“ mit Brad Pitt und Christoph Waltz.

Historisches Video: Das US-Hauptquartier in Berlin-Dahlem im September 1947
httpv://www.youtube.com/watch?v=tIgKEQIVivM&start=20
Edles Wohnquartier im Grünen
Jüngst wurde die gesamte Liegenschaft an zwei Bauträger verkauft, die das historische Ensemble zu einem hochwertigen Wohnquartier entwickeln wollen. Beide Unternehmen sind auf die Sanierung und den Umbau denkmalgeschützter Objekte spezialisiert und haben bereits zahlreiche Bauvorhaben in Berlin und Potsdam realisiert. Dieses Projekt wird jedoch auch für diese erfahrenen Firmen etwas besonderes. Das gesamte Projektareal umfasst mehr als fünfeinhalb Hektar in bester Dahlemer Wohnlage. In den angrenzenden Villenvierteln sind viele prominente Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur zu Hause. Mehrere Botschaften residieren in der näheren Umgebung, dort sind auch wichtige kulturelle wissenschaftliche Einrichtungen wie z.B. Standorte der staatlichen Museen oder Institute der Freien Universität ansässig. In unmittelbarer Nähe laden der Grunewald, Wannsee oder Schlachtensee zu erholenden Spaziergängen, Badespaß oder Wassersport ein. Die Verkehrsanbindungen sind hervorragend. Die City-West ist mit Bus, U-Bahn oder Auto in 10 bis 15 Minuten zu erreichen, ins aufstrebende Potsdam gelangt man genauso schnell.

Luftbild-Einstiges-US-Hauptquartier-Dahlem

Das einstige US-Hauptquartier in Dahlem aus der Vogelperspektive. Das Projektgebiet ist rot umrandet.

Noch gibt es recht wenige konkrete Informationen zu den Planungen. Insgesamt sollen in dem denkmalgeschützten Gebäudeensemble wohl rund 150 Wohnungen entstehen – zumeist mit Wohnflächen zwischen 50 und 100 Quadratmetern. Natürlich wird es aber auch größere Einheiten geben. Einige Bereiche im vorderen Teil der Anlage an der Clayallee könnten auch für gewerbliche Nutzungen (Büroflächen) entwickelt werden. Ergänzend zu der Sanierung der bestehenden Häuser ist im hinteren Teil des Geländes der Neubau mehrerer Einfamilienhäuser und Stadtvillen vorgesehen.

Ganz augenscheinlich aber möchten die beteiligten Architekten und Bauträger für die zukünftigen Bewohner des Grundstücks ein Ambiente zu schaffen, dass nicht nur die idyllische Noblesse Zehlendorfs mit dem urbanen Lebensgefühl einer europäischen Metropole verbindet sondern auch die Geschichte Berlins mit der städtischen Gegenwart und die Beschaulichkeit Dahlems mit der Lebensfreude des American Way of Life vereint.

Toplage mit Steuerbonus
Alle Wohnungen des Objektes werden als Eigentumswohnungen zum Kauf angeboten – eine seltene Gelegenheit, eine Wohnung in einer der begehrtesten
und feinsten Lagen Berlins zu erwerben. Zu den Kaufpreisen liegen zwar noch keine
genauen Informationen vor, sie dürften sich aber schon aufgrund des exklusiven Umfelds schon auf einem gehobenen Niveau bewegen. Da schon jetzt für Wohnungen in vergleichbarer Lage Kaltmieten von 13,00 EUR und mehr gezahlt werden, sind solche Preisregionen, so glaube ich, angemessen – und im Hinblick auf das zukünftige Wertsteigerungspotential attraktiv.

Mein Fazit: Wer in der deutschen Hauptstadt ein vielversprechendes Immobilien-Investment tätigen will und/oder auf der Suche nach wirklich außergewöhnlichen eigenen vier Wänden ist, wird an diesem beeindruckenden Projekt nicht vorbeikommen. Zumal sich Eigennutzer wie Kapitalanleger nicht nur über eine Immobilie mit einer besonders exklusiven Adresse sondern auch an über ein üppiges finanzielles Leckerli freuen dürfen: bei den meisten Wohnungen, die in den Altbauten entstehen werden, wird aller Voraussicht nach ein Großteil des Kaufpreises dank staatlicher Förderung für die Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes steuerlich absetzbar sein.

Infos zum Projekt & Kontakt
Der Verkaufsstart für die ersten Bauabschnitte soll Mitte August 2011 erfolgen. Nachdem aber bereits die ersten Details zu dem Bauvorhaben an die Presse durchgesickert sind, herrscht offensichtlich schon jetzt ein reges Interesse an dem Projekt. Meine Empfehlung lautet daher: Wer sich für eine der Wohnungen in Zehlendorf interessiert, sollte sich daher möglichst frühzeitig informieren – sonst ist die Traumwohnung möglicherweise schon vergeben. Weitere Infos zu der künftigen Wohn- und Parklandschaft auf dem Gelände des einstigen US-Hauptquartiers in Dahlem können direkt über dieses Kontaktformular angefordert werden. Sobald Fakten zu Grundrissen und Preisen vorliegen, werden Sie dann umgehend benachrichtigt. Unabhängig davon werde ich natürlich alle relevanten Neuigkeiten zu diesem Projekt weiterhin in Wohnmal.info posten.

Lesetipp:
Clay, Kennedy und Kalter Krieg – Eindrucksvolle Fotos aus dem einstigen US-Hauptquartier in Dahlem

1 Kommentar

  • I worked in the office whose window is just to the left
    in the photo of the main entrance to the HQ building.
    I am sorry to see that this historic building will forever
    be modified from its 1954-58 state to other uses — but
    inevitably I guess. Time marches on and nothing is static.
    Alas.

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