Dezente Zierde: Das Lowitzsch-Ensemble

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts drängten im Zuge der Industrialisierung immer mehr Menschen nach Halle. Die Stadt platzte aus allen Nähten. Mit der südlichen Stadterweiterung brachten die Stadtoberen das Bevölkerungswachstum wieder in geordnete Bahnen. Es entstanden südlich der Innenstadt und westlich des Hauptbahnhofs u.a. das Arbeiterviertel Glaucha und das etwas bürgerlichere Riebeckviertel.

Ein Posamentierer mag´s schnörkellos

Es waren vor allem Einheimische, die Erschließung und Ausbau der neuen Stadtteile finanzierten. Viele betuchte Hallenser Fabrikanten, Handwerker und Händler sahen im Erwerb von Immobilienbesitz in den neuen Stadtteilen nicht nur die Möglichkeit, sich für den Fortschritt ihrer Stadt zu engagieren, sondern vor allem eine äußerst lukrative Investitionsmöglichkeit. So auch der aus Merseburg stammende Kaufmann Gustav Lowitzsch, der in der Saalemetropole durch den Handel mit Posamenten und Wollwaren zu Wohlstand gekommen war. Er erwarb eines der neu parzellierten Grundstücke an der neu angelegten, in nordsüdlicher Richtung verlaufenden Tomasiusstraße. Dort ließ er 1892/93 eines der für jene Epoche so typischen Mietshausensembles errichten. Es besteht aus einem fünfstöckigen Vorderhaus, Seitenflügel und Remise, die sich um einen Innenhof gruppieren. Das Patio ist durch eine eine große Tordurchfahrt mit der Straße verbunden. Während Lowitzsch in seinem Geschäft mit Spitzen, Borten, Kordeln und Quasten allerhand Zierrat vertrieb, ließ er die Fassade seines Mietshauses eher schlicht gestalten.

Straßenansicht des Lowitzsch-Ensembles: Die Fassade des Vorderhauses wird sorgfältig aufgearbeitet und wiederhergestellt. Visualisierung: ISI

Straßenansicht des Lowitzsch-Ensembles: Die Fassade des Vorderhauses wird sorgfältig aufgearbeitet und wiederhergestellt. Visualisierung: ISI

Die Lowitzschen Gebäude sind bis heute erhalten und stehen inzwischen als Teil des Denkmalbereichs „Südliche Stadterweiterung“ unter Denkmalschutz. Es liegt obendrein in dem von der Stadt Halle förmlich festgelegten Sanierungsgebiet „Merseburger Straße mit dem Gründerzeitviertel südliche Vorstadt“. Höchste Priorität genießt hier der Erhalt und die Aufwertung gründerzeitlichen Baustruktur mit ihrer charakteristischen, in eindrucksvoller Geschlossenheit vorhandenen Blockrandbebauung.

Reanimation im Riebeckviertel

Das Lowitzsch-Ensemble wird nun kernsaniert und für eine zeitgemäße Wohnnutzung hergerichtet. In dem Komplex entstehen insgesamt 13 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, die kleinste mit 54 und die größte mit 114 Quadratmetern Wohnfläche. Die Apartments erhalten allesamt eine gehobene Ausstattung, zu der u.a. Parkettboden und mehrere Designlinie für die Badgestaltung gehören. Alle Einheiten besitzen Terrasse, Balkon oder Dachterrasse/Loggia. Die Wohnungen im Vorderhaus sind über einen neu installierten Aufzug erreichbar. Die Gebäudetechnik wird komplett erneuert, so dass das Gebäude nach der Sanierung die strengen Kriterien eine KfW-Energieeffizienz-Hauses (Denkmal) erfüllt. Im Sommer 2016 sollen alle Baumaßnahmen abgeschlossen sein.

Der Hofbereich wird als Gemeinschaftsgarten gestaltet, der allen Bewohnern offen steht. Visualisierung: ISI

Der Hofbereich wird als Gemeinschaftsgarten gestaltet, der allen Bewohnern offen steht. Visualisierung: ISI

Alle Wohnungen im Lowitzsch-Ensemble werden als Eigentumswohnungen zum Kauf angeboten. Die Kaufpreise bewegen sich zwischen 2.325 und 2.550 Euro / Quadratmeter. Voraussichtlich rund 65 % des Kaufpreises sind gem. §7h EStG (Sanierungs-AfA) verteilt über 10 – 12 Jahre bei der Einkommenssteuer absetzbar. Erwerber können zudem die derzeit äußerst günstigen Konditionen der KfW-Programme 151 („Energieeffizient sanieren“) und 159 („Altersgerecht umbauen“) nutzten und so bis zu 125.000 Euro ihrer Wohnung im Löwitzsch-Ensemble zu Zinssätzen von unter 1,0 % p.a. finanzieren.

Wertstabilität und Perspektive

Beim Lowitzsch-Ensemble werden Mieteinnahmen von anfangs 6,00 – 6,50 Euro / Quadratmeter erwartet. Mittel- bis langfristig verspricht die gute Lage im Riebeckviertel jedoch durchaus signifikante Mehrerträge und Wertsteigerungen. Denn hier wie in nahezu der gesamten südliche Innenstadt tut sich viel. Nirgends in Halle wird derzeit soviel gebaut wie hier. Viele der Nachbargebäude des Lowitzsch-Ensembles in der Thomasiusstraße sind bereits saniert worden. Auch die Straße selbst wird bald instand gesetzt und verschönert. Rund fünf Dutzend neu gepflanzte Bäume machen die Thomasiusstraße dann zur Allee. Die Pläne sehen außerdem breitere Bürgersteige vorbei, bei denen die für die Umgebung ureigene Gestaltung mit den in Mosaikpflaster eingebetteten Granit(ähnlichen)-Platten beibehalten werden soll.

Gründerzeitflair: das Lowitzsch-Ensemble in der Thomasiusstraße nach der Sanierung von Straße und Gebäude. Visualisierung: ISI

Gründerzeitflair: das Lowitzsch-Ensemble in der Thomasiusstraße nach der Sanierung von Straße und Gebäude. Visualisierung: ISI

Stadtteil und Umgebung bieten viel: beste Verkehrsverbindungen in die angrenzende Altstadt, zu Uni und Instituten, zum Hauptbahnhof und den anderen Stadtteilen, den Charme der Straßenzüge aus der Gründerzeit, ein neues, modernes Freizeitzentrum mit allen möglichen Trendsportarten im Angebot, ein nagelneue Einkaufsmall, viele Kindergärten, das Landesgymnasium von Sachsen-Anhalt und natürlich nahezu an jeder Ecke ein Café, einen Bäcker oder Supermarkt. Kein Wunder also, dass es immer mehr Menschen ins Riebeckviertel bzw. in die südliche Innenstadt zieht. Für die Zukunft des Löwitzsch-Ensembles sind das jedenfalls beste Perspektiven.

Weitere Infos zum Projekt

Zu Bauvorhaben Lowitzsch-Ensemble bzw. den einzelnen Wohnungen sind detailliertere Informationen wie Exposé, Grundrisse oder Preisliste abrufbar.

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