Hell und dunkel: Momentaufnahme von der Sanierung der Jutespinnerei in Babelsberg

Starke Kontraste prägen derzeit das große Baufeld auf dem Areal der ehemaligen Jutespinnerei in Babelsberg. Zwischen Wiesenstraße, Lotte-Pulewka-Straße, Friedrich-Engelsstraße und dem Flüßchen Nuthe wird dort in mehreren Bauabschnitten ein neues Stadtviertel mit rund 400 Wohnungen errichtet. Blickfang und Herz des neuen Jute-Kiezes ist die markante alte Fabrikhalle, Baujahr 1863. Sanierung und Umbau des unter Denkmalschutz stehenden Baus, in dem 29 Eigentumswohnungen entstehen, stehen vor der Vollendung. Alle Wohnungen in der Jutespinnerei sind bereits seit langem verkauft. Im zweiten Quartal dieses Jahres werden sie an ihre dann wohl recht stolzen Eigentümer übergeben.

Blick von der Lotte-Pulewka-Straße über das Areal des künftigen Jute-Kiezes auf die Nordostfassade die sanierte und ergänzte historische Fabrikhalle der Nowawes-Spinnerei. Foto: Sven Hoch

Die helle Klinkerfassade der aufgearbeiteten alten Gemäuer mit en zierlichen Schmuckzinnen an Türmen und auf der Südostseite bildet einen starken optischen Gegenpol zu den dunklen, schnörkellosen Aluminiumverbundplatten, mit denen das neu aufgesetzte Staffelgeschoss und der dreistöckige Erweiterungsanbau an der Nordwestseite des ursprünglichen Gebäudes verkleidet sind.

Starke Kontraste und markante Türme: Blick von Süden auf das neue Antlitz der historischen Jutespinnerei in Potsdam-Babelsberg. Foto: Sven Hoch

Während die Arbeiten an dem historischen Bauwerk sich also auf der Zielgeraden befinden, ist für die meisten Projekte auf dem übrigen Gelände zumeist noch nicht einmal der Startschuss gefallen. Die Genehmigungsverfahren für das an der Wiesenstraße geplante Stadtvillen-Trio und die an der Lotte-Pulewka-Straße vorgesehene bis zu fünfgeschossige Wohnbebauung sind noch immer nicht abgeschlossen. Lediglich für einen Neubau an der Kurve der Friedrich-Engels-Straße ganz im Südosten des Gebietes liegt die Baugenehmigung vor. Hier haben die Gründungsarbeiten bereits begonnen: eine gute Hundertschaft rund 16 Meter langer Betonpfeiler wird gerade im Boden versenkt.

Offen Türen für die künftigen Bewohner: die Eingänge zu den Maisonette-Wohnungen befinden sich auf der Nordost-Seite der sanierten Jutespinnerei. Foto: Sven Hoch

Man darf gespannt sein, ob das neue Quartier tatsächlich wie ursprünglich geplant Anfang 2019 vollständig fertiggestellt sein wird. Die künftigen Bewohner des im neuen Glanz erstrahlenden Spinnereigebäudes würde es jedenfalls freuen, wenn Baulärm und -dreck so schnell wie möglich aus ihrer Nachbarschaft verschwänden.

Lesetipp:

Die Nowawes-Spinnerei – Zur Geschichte und Sanierung der ehemaligen Jutespinnerei in Potsdam-Babelsberg

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