Cooles Comeback am Schlosspark Pankow

Es erinnert ein wenig an die Geschichte vom Aschenputtel. Wie das Mädchen aus dem Märchen wurde das ehemalige Gästehaus der DDR-Regierung am Schlosspark Niederschönhausen ausgeschlossen aus der feinen Familie der Preußischen Schlösser und Gärten. Obwohl unter Denkmalschutz stehend, gammelte es vergessen und verwahrlost vor sich hin (Mehr dazu in meinen Post „Ostmoderne im Schlosspark Schönhausen“). Als ein Bauträger vor zwei Jahren das in der für die Sechziger so typischen Stahlskelettbeton-Bauweise errichtete Gebäude übernahm und es sanieren und zum exquisiten Appartementhaus umbauen wollte, gab es viele, die sich das nicht vorstellen konnten.

Bauträger, Architekten und die Erwerber einer der rund 40 Wohnungen schon. Und sie haben Recht behalten. Auch wenn die Bauarbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen sind, lässt sich bereits gut erkennen, welche wundersame Wandlung mit dem einstigen „Schandfleck“ geschehen ist. Jeder kann jetzt sehen, dass Denkmalschutz-Immobilien auch ohne Stuck und Jugendstilornamente außerordentlich attraktiv sein kann. Besonders bemerkenswert bei diesem Projekt finde ich den sorgsamen Umgang mit der „sozialistischen“ Kunst am Bau. Innen wie außen ist ein wahres Prachstück entstanden, über das sich die Pankower und natürlich die zukünftigen Bewohner freuen können. Mir gefällt es jedenfalls hervorragend. Aber lassen wir die Bilder sprechen. Alle nachfolgenden Fotos habe ich Anfang Mai 2012 aufgenommen.

Das dunkel abgesetzte Erdgeschoss und die Fensterbänder mit den von Fritz Kühn geschaffenen Alu-Panelen strukturieren die Fassade (Blick von Südwesten). Das ausladende Vordach setzt einen markanten Akzent.

Das dunkel abgesetzte Erdgeschoss und die Fensterbänder mit den von Fritz Kühn geschaffenen Alu-Panelen strukturieren die Fassade (Blick von Südwesten). Das ausladende Vordach setzt einen markanten Akzent. Die großzügige Auffahrt mit Pflastersteinen und Waschbetonelementen wird originalgetreu restauriert.

Die "Tauben mit Weltkugel" über dem Eingangsportal werden noch sorgsam restauriert. Das Fries wurde von DDR-Staatskünstler Walter Womacka geschaffen. Es sollte die im Gästehaus logierenden und tagenden Staatsgäste zum Frieden mahnen

Die "Tauben mit Weltkugel" über dem Eingangsportal werden noch sorgsam restauriert. Das Fries wurde von DDR-Staatskünstler Walter Womacka geschaffen. Es sollte die im Gästehaus logierenden und tagenden Staatsgäste zum Frieden mahnen

Das (einst) von Hans Hoßfeld gestaltete Foyer empfängt wieder ganz im Stil der klassischen Moderne. Kaum zu glauben, dass die Panele aus edlem Zebranoholz noch vor kurzem mit unzähligen Grafitti beschmiert waren.

Das (einst) von Hans Hoßfeld gestaltete Foyer empfängt wieder ganz im Stil der klassischen Moderne. Kaum zu glauben, dass die Panele aus edlem Zebranoholz noch vor kurzem mit unzähligen Graffiti beschmiert waren.

Die Wohnungen begeistern durch ihre Helligkeit und edle Ausstattung. Auch die Bauqualität ist ganz klar überdurchschnittlich.

Die Wohnungen begeistern durch ihre Helligkeit und edle Ausstattung. Auch die Bauqualität ist ganz klar überdurchschnittlich.

Das gilt auch für die tollen Bäder. Hier könnte ich mich auch gut entspannen.

Das gilt auch für die tollen Bäder. Hier könnte ich mich auch gut entspannen.

Extraklasse sind natürlich die riesigen Terassen on the Top. Hier läßt es sich wind- und sichtgeschützt sicherlich herrlich lesen, Siesta halten, sonnenbaden, lesen, speisen, feiern ...

Extraklasse sind natürlich die riesigen Terassen on the Top. Hier läßt es sich wind- und sichtgeschützt sicherlich herrlich lesen, Siesta halten, sonnenbaden, lesen, speisen, feiern.

... und natürlich die herrliche Aussicht in den Schlosspark genießen.

... und natürlich die herrliche Aussicht in den Schlosspark Niederschönhausen genießen.

Auch die Terrassen- und Gartenanlagen auf der dem Schlosspark zugewandten Seite des Hauses beeindrucken. Hier spiegelt sich das restaurierte Womacka-Mosaik „Erde, Wasser, Feuer, Luft“ in den gigantischen Panoramafenstern der Erdgeschoss-Suiten.

Auch die Terrassen- und Gartenanlagen auf der dem Schlosspark zugewandten Seite des Hauses beeindrucken. Hier spiegelt sich das restaurierte Womacka-Moasik „Erde, Wasser, Feuer, Luft“ in den gigantischen Panoramafenstern der Erdgeschoss-Suiten.

Das riesige Keramikbild war zuvor in die Fassade des Gebäudes eingelassen. Es wurde vorsichtig herausgetrennt, restauriert und im Garten wieder aufgestellt. Schade, dass der im letzten Jahr verstorbene Womacka das nicht mehr hat sehen können.

Das riesige Keramikbild war zuvor in die Fassade des Gebäudes eingelassen. Es wurde vorsichtig herausgetrennt, restauriert und im Garten wieder aufgestellt. Schade, dass der im letzten Jahr verstorbene Womacka das nicht mehr hat sehen können.

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